Ostern

Rund um Ostern (Newsletter der Diözese Innsbruck)

Palmbuschen, Palmlatte und Palmesel
Mit dem Palmsonntag am 29. März 2026 beginnt die Heilige Woche und erinnert an Jesu Einzug in Jerusalem. In Tirol werden Palmzweige gesegnet, in Prozessionen getragen und im Gottesdienst die Passion verkündet – ein kraftvoller Auftakt zur österlichen Zeit. Lebendig bleibt das Brauchtum mit kunstvollen Palmbuschen, hohen Palmlatten und den Palmesel‑Prozessionen in Thaur und Hall. Gemeinden wie Imst, Axams, Grinzens, Thaur und Hall pflegen einzigartige Traditionen. Zugleich findet die Heilig‑Land‑Kollekte zur Unterstützung sozialer Projekte statt.

Chrisammesse: Weihe der Heiligen Öle
Bei der Chrisammesse am Mittwoch der Karwoche werden im Innsbrucker Dom die Heiligen Öle für das kommende Jahr geweiht. Der Gottesdienst am 1. April 2026 um 10:30 Uhr steht heuer auch im Gedenken an Bischof Paulus Rusch, dessen Todestag sich am 31. März zum 40. Mal jährt. Bischof Hermann weiht gemeinsam mit vielen Priestern, Diakonen und Ordensleuten die Öle für Taufen, Firmungen, Krankensalbungen und Weihen. Zugleich erneuern die Geistlichen ihr Weiheversprechen – ein starkes Zeichen der Einheit in der Diözese.

Gründonnerstag: Fest der Gemeinschaft und Nächstenliebe
Am Gründonnerstag stehen neben den Gottesdiensten zum letzten Abendmahl mehrere besondere Veranstaltungen im Mittelpunkt. Der Tag erinnert an Jesu Einsatz der Eucharistie und das Zeichen der Fußwaschung. Traditionen wie das Verstummen der Glocken, das Ratschen und die stille Anbetung prägen den Abend. In Innsbruck macht „zusammen.leben“ auf die Situation Geflüchteter aufmerksam, während die Citykirche mit „APOSTEL.geschichten“ jungen Menschen eine besondere spirituelle Feier bietet.

Karfreitag: Tag der Kreuzigung und Trauer
Am Karfreitag stehen die Leidensgeschichte, die großen Fürbitten und die Kreuzverehrung im Zentrum. Viele Gläubige beten den Kreuzweg, und der Tag ist ein strenger Fast- und Abstinenztag. In Tirol sind Ostergräber ein fester Brauch, oft kunstvoll gestaltet und mit farbigen Lichtkugeln versehen. In Nauders, Thaur und Arzl im Pitztal haben sich Karfreitagsprozessionen erhalten, bei denen am Ende eine Christusfigur ins Grab gelegt wird. In einigen Gemeinden, etwa in St. Veit im Defereggen, halten Schützen die Grabwache.

Ostersonntag: Höchster katholischer Feiertag
In der Osternacht wird der Sieg Christi über den Tod gefeiert; am Osterfeuer wird die Kerze entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Der Ostersonntag als höchster Festtag erinnert an die Auferstehung, vielerorts werden Speisen gesegnet – ein Zeichen für den Übergang von der Fastenzeit zum österlichen Leben. Ostern wird seit dem Konzil von Nicäa am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Die biblischen Zeugnisse vom leeren Grab stärken die Hoffnung auf Gottes Sieg über Tod und Unrecht. Der Papst spendet zu Ostern den Segen „Urbi et orbi“.

Hauptamtliche und Ehrenamtliche wünschen den Bewohners des Seelsorgeraumes Westliches Mittelgebirge FROHE OSTERN !