Axams - Birgitz - Götzens - Grinzens
 
Sie befinden sich hier: sr-wm.at > Seelsorgeraum > Vorwort
Vorwort Pfarrer Silberberger Drucken
foto_silberberger

Liebe Pfarrgemeinden von Axams, Birgitz, Götzens und Grinzens!


Am 27. September 2009 wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes der Seelsorgeraum Axams, Birgitz, Götzens, Grinzens errichtet. Ich möchte das Bild aus der Schlussansprache dieses Gottesdienstes noch einmal aufgreifen: Es geht doch vielen von uns so, wie Kindern, die viel zu große Kleider bekommen haben und erst in diese Kleider „hineinwachsen“ müssen, um sie auszufüllen und eine entsprechend gute Figur zu machen.


Ich denke, wir alle müssen in diese neue Größe, in dieses neue Miteinander, in diese neuen Aufgaben erst „hineinwachsen“. Kinderkrankheiten werden sich in diesem Wachstumsprozess wohl nicht vermeiden lassen. Sicher wird auch der Abschied von gewohnten Gottesdienstzeiten und Gottesdienstformen schmerzen.


Hier am westlichen Mittelgebirge haben wir noch immer ein reiches „Angebot“ an Messfeiern. Wie lange das möglich sein wird, wage ich derzeit nicht zu sagen.


Ich lade dazu ein, manches Gewohnte zurückzulassen, Neuem Raum zu geben und in die Zukunft zu schauen. Wir leben nicht mehr im Gestern und noch nicht im Morgen. Die Gegenwart ist unsere Zeit, die wir im Geist Jesu gestalten sollen. Das ist ein hoher Anspruch, dem wir als Einzelpersonen und als Pfarrgemeinden nur in kleinen Schritten gerecht werden können. Das Hören des Wortes Gottes, die Feier der Eucharistie und das Denken im Sinne der Nächstenliebe wird für unser christliches Handeln der tiefste Grund sein.


Damit das neue Miteinander gelingen kann, bitte ich um eine grundsätzliche Offenheit für Entscheidungen, die im Zusammenhang mit dem verbindlichen Zusammenschluss unserer Pfarrgemeinden notwendig werden. Nach einer „Lernphase“ in der Dauer eines Jahres werden wir aufgrund der Erfahrungen und Anregungen weitere Schritte setzen. Mit der Bitte um Gottes Segen für den Neustart und mit herzlichen Grüßen an alle Schwestern und Brüder im Seelsorgeraum verbleibt:

Pfarrer Rudi Silberberger